05.08.2018

„Beste Kirmes ever!“

Beatrice Egli bekennt sich als Fan der Sonnenkirmes Crange


Der Veranstalter rechnet damit, dass bis Sonntagabend, 5. August, rund 1,45 Millionen Besucher den Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal besucht haben werden

 

„Die Cranger Kirmes ist in diesem Jahr gut angelaufen, die Stimmung auf dem Platz ist sehr entspannt und locker“, freute sich Kirmesdezernent Johannes Chudziak über einen gelungenen Auftakt des größten Volksfestes in NRW. Durch die hochsommerlichen Temperaturen verschiebe sich der Besucherandrang deutlich in die Abendstunden. Beatrice Egli, Stargast der Eröffnungsfeier am Freitag, 3. August, blieb nach ihrem Auftritt spontan für einen zweistündigen Kirmesbummel. „Dabei hat Egli selbst die wildesten Fahrgeschäfte wie den Shaker nicht ausgelassen“, verriet Chudziak sichtlich erfreut, dass „Crange einen zusätzlichen Fan gewonnen hat“. Die 583. Cranger Kirmes öffnete dieses Jahr am Donnerstag bereits zwei Stunden früher und dauert noch bis zum 12. August.

 

Chudziak sprach von einer „sehr gelungenen Eröffnungsfeier“ im Festzelt „Glück auf Crange“. Stargast Beatrice Egli brachte nicht nur das Publikum zum Kochen, vielmehr legte sie selbst sportliche Höchstleistungen an den Tag. Zum Abschluss half nur noch ein Eimer Wasser über den Kopf zur Abkühlung. „Der Donnerstag zog mit seinen 125.000 Besuchern vor allem Menschen aus dem näheren Umfeld an“, wie Chudziak mit Blick auf die Nummernschilder auf den Besucherparkplätzen ableiten konnte. Gerade die Anwohner tragen wesentlich zum einzigartigen Flair der Cranger Kirmes bei. So entstehen in den umliegenden Gärten und Hinterhöfen urige Wirtschaften auf Zeit mit viel Lokalkolorit. „Am Samstagabend ist es an zwei neuralgischen Punkten zu Staus gekommen, die durch entsprechende Maßnahmen aufgelöst werden konnten“, schilderte Chudziak.

 

Schaustellerpräsident Albert Ritter dankte dem Veranstalter für die reibungslose Aufbauphase und den Anwohnern für Ihr Verständnis. „Wir fühlen uns in Crange sehr gut aufgenommen“, betonte Albert Ritter und zeigte sich stolz über das „große Miteinander“ aller Beteiligten, die für eine erfolgreiche Kirmes eng zusammenarbeiteten.

 

Sicherheitskonzept

Durch das neue Sicherheitskonzept ist es stellenweise zu verkehrsleitenden Maßnahmen im Umfeld des Kirmesplatzes gekommen, die Einbahnstraßen und Parkverbote zur Folge hatten und die Zufahrt beeinträchtigen. „Wir nehmen die Kritik daran sehr ernst und werden die Verkehrssituation nach der Kirmes besprechen, um die Belastung der Anwohner so niedrig wie möglich zu halten“, versprach Kirmesdezernent Chudziak.

 

Die Handschrift des neuen Platzmeisters

„Jeder Platzmeister möchte neue Eckpunkte setzen, neue Ideen einbringen“, schilderte Eduard Belker, Abteilungsleiter Öffentliche Ordnung, die Überlegungen hinter der geschlossenen Querreihe im westlichen Bereich des Kirmesplatzes. Die Änderung fuße auf den gemessenen Besucherströmen der Vorjahre. „Kirmes muss leben und darf nicht statisch bleiben“, so Belker. Die neu geschaffene Platzsituation sei bei Oliver Jehn mit der Neuheit „Laserpix“ gut angekommen.

 

Polizei, Feuerwehr und DRK

Roland Schwarz, Leiter der Kirmeswache, hat aus Sicht der Polizei keine „besonderen Vorfälle zu berichten“. Durch das neue Sicherheitskonzept laufe insbesondere der Fußgängerverkehr reibungslos. „Wenn wir in diesem Jahr gefühlt ein wenig mehr zu tun hatten als im vergangenen Jahr, dann liegt das auch an der neuen Erfassung der Einsatzzahlen“, so Schwarz. Die erste Zwischenbilanz lag bei 179 Einsätzen bis zur Nach von Samstag auf Sonntag. Weil in diesem Jahr jede Anzeige einzeln erfasst werde, sei der Wert voraussichtlich höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Eine genaue Auswertung wurde zum Abschluss der Kirmes angekündigt.


„Die um rund ein Drittel angestiegenen Einsatzzahlen der Feuerwehr sind auf Kreislaufprobleme zurückzuführen“, erläuterte Ralf Radloff von der Berufsfeuerwehr Herne und empfahl ausreichend zu trinken. In diesem Jahr zählte die Feuerwehr an den ersten drei Kirmestagen 33 Rettungsdienstliche Einstätze gegenüber 24 im entsprechenden Vergleichszeitraum des Vorjahres. Thomas Jarolim berichtet als Einsatzleiter des DRK von deutlich erhöhten Einsatzzahlen. „Die 294 Einsätze und 48 Krankenhaustransporte sind hauptsächlich auf Kleinstversorgungen wie Insektenstiche und Kreislaufprobleme zurückzuführen“, so Jarolim. Die Aufstockung des Personals ist wichtig, weil das Wetter auch für die Einsatzkräfte eine Belastung darstelle und deshalb häufige Wechsel und Pausen nötig seien. „Pausen machen und zur Ruhe kommen“, empfahl Jarolim auch den Kirmesbesuchern. Genauso wichtig sei ein Sonnenschutz, wie etwa ein Strohhut.

 

Die 583. Cranger Kirmes läuft noch bis zum Sonntag, 12. August. Ob das Abschlussfeuerwerk wie geplant am Sonntag um 22.30 Uhr steigen kann, gibt der Veranstalter am kommenden Sonntag bekannt. Das Eröffnungsfeuerwerk musste aufgrund des zu hohen Brandrisikos abgesagt werden. „Auf dem unwegsamen Gelände rund um den Abschussplatz ist es schwer einsehbar, was wohin fällt“, erläuterte Ralf Radloff von der Berufsfeuerwehr Herne.

Abkühlung: Gegen die Tropenhitze gibt es auf dem Kirmesplatz auch mal eine Dusche.
Mit den bis zum Sonntagabend erwarteten 1,45 Mio. Besucher hat die Cranger Kirmes 2018 trotz der Sommerhitze bisher die Erwartungen des Veranstalters und der Schausteller erfüllt. Das größ-te Volksfest in NRW dauert noch bis zum Sonntag, 12. August.