„Ein Volksfest wie Crange ist
gelebte Demokratie im Kleinen“
NRW-Minister Karl-Josef Laumann eröffnet am Freitag gemeinsam mit Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda offiziell die Cranger Kirmes 2026. Auftritt von „The BossHoss“ endet mit einem „Oh wie ist das schön …“ der etwa 2.000 Besucher.
Die „galaktische“ Cranger Kirmes 2026 ist jetzt auch offiziell eröffnet. Am Freitag um 14.34 Uhr sprach Dr. Frank Dudda die magischen Worte „Piel op no Crange!“. Dies tat Hernes Oberbürgermeister sichtlich gut gelaunt, denn kurz vorher hatte er auf der Bühne der Cranger Festhalle vor etwa 2000 Besuchern den traditionellen Fassanstich, der ihm immer Respekt einflößt, tadellos bestanden – mit nur zwei Schlägen. Dann räumte er die Bühne für „The BossHoss“, die in Duo-Besetzung fantastische Livemusik mit einer Gitarre und zwei Stimmen boten. Das gefiel allen so gut, dass erstmals in der jüngeren Crange-Geschichte ein musikalischer Stargast mit einem vielstimmigen „Oh wie ist das schön …“ verabschiedet wurde.
Bis zum 16. August werden vier Mio. Besucher erwartet
Beim größten Volksfest in NRW ist es Tradition, dass am ersten Freitag im August die offizielle Eröffnung gefeiert wird. Die Karussells drehten sich bereits am Donnerstag (6. August) ab 13 Uhr, gut 200.000 Besucher, und damit 50.000 mehr als im Vorjahr, zählte der Veranstalter bei bestem Kirmeswetter. Bis zum letzten Kirmestag am 16. August erwartet der Veranstalter über vier Millionen Besucher.
Und diese vier Millionen Gäste sollen respektvoll miteinander umgehen, friedlich zusammen feiern und sich, so Frank Dudda, „in diesen nicht einfachen Zeiten Spaß am Leben gönnen“. Dann richtete er seinen Dank an die Schausteller aus („Ohne Euch wäre Crange nix“), an die Anwohner für „Ihre Toleranz und Ihr Verständnis“, um dann eindringlich alle aufzufordern: „Es ist Eure Kirmes! Passt darauf auf und verhindert, dass irgendjemand respektlos gegen Nachbarn, Ordnungsdienste, Polizei oder Rettungskräfte vorgeht.“
Ein riesiges Cranger Lebkuchenherz für den Minister
Worte, die auch Karl-Josef Laumann gefielen. Der NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales ist, so Dudda, ein „echter Kirmes-Kenner“ und wurde vom Deutschen Schausteller-Bund (DSB) 2022 mit dem „Goldenen Karussellpferd“ geehrt. „In dieser Zeit brauchen wir solche Feste mehr denn je. Wir müssen anfangen, uns als Menschen wieder zu begegnen und aus den eigenen Milieus rauszukommen und miteinander ins Gespräch zu kommen, auch wenn man mal nicht einer Meinung ist. Und dafür brauchen wir Volksfeste wie die Cranger Kirmes. Das ist gelebte Demokratie im Kleinen.“ Dafür erhielt der Münsterländer ein Riesenherz aus Lebkuchen, das er sich sofort umhängte („Das verdeckt meinen Bauch“), ehe er mit Hernes OB zum Fassanstich schritt. Helfen musste er nicht – mit zwei Schlägen stellte er, begleitet von Konfettiregen und Bollerschüssen, seinen persönlichen Rekord ein.
Ehrlicher Country-Rock ohne Schnörkel
Dann wurde aus dem Cranger Festzelt ein Saloon. Die Country-Rocker von „The BossHoss“ gaben sich sympathisch, echt und respektvoll gegenüber dem Publikum und zeigten eindrucksvoll, dass in einem Zelt nicht immer nur Schlager die Stimmung überkochen lässt. Gute 35 Minuten spielten Alec „Boss“ Völkel und Sascha „Hoss“ Vollmer ehrlichen Rock ohne Schnörkel, der schnell zum Mitsingen und Mitklatschen animierte. Eine Zugabe gaben sie, sangen dann gemeinsam mit fast 2.000 Kehlen „Oh wie ist das schön …“, ehe sie abgekämpft und verschwitzt von der Bühne gingen.
Festumzug am Samstag, 8. August
Am morgigen Samstag, 8. August, folgt bereits der nächste Höhepunkt im Programm der Cranger Kirmes 2026. Ab 10.30 Uhr werden zum Festumzug mit ca. 4.600 Teilnehmenden am Straßenrand zwischen den Stadtteilen Eickel und Crange über 120.000 Schaulustige erwartet.

„Piel op no Crange“: Karl-Josef Laumann und Dr. Frank Dudda (3. und 4. von links) nach dem Fassanstich auf der Bühne der Cranger Festhalle. Mit dabei waren (von li.): NRW-KIrmeskönigin Julia I., die ehemalige Kirmeskönigin Pauline I., DSB-Chef Albert Ritter, Dennis Kampmann (Verkaufsdirektor Warsteiner Brauerei) und Festwirt Jan Wolters.

Minister Karl-Josef Laumann genoss sichtlich seinen Besuch auf Crange.

Die Country-Rocker von „The BossHoss“ – Alec „Boss“ Völkel (li.) und Sascha „Hoss“ Vollmer – wandelten das Festzelt in einen Saloon um und heizten die Stimmung in nur 35 Minuten komplett auf.

Der erste Kirmestag vor der offiziellen Eröffnung am Freitag war gut besucht: Etwa 200.000 Besucher nutzten zwischen 13 und 24 Uhr die Angebote der Cranger Kirmes 2026, unter anderem auch die Neuheit „Ballon Voyage“ und natürlich die Klassiker „Wellenpflug“ und das Jupiter-Riesenrad.
Fotos (4): Isabel Diekmann / Stadtmarketing Herne GmbH

Der Crange Kirmesplatz direkt am Rhein-Herne-Kanal in der Abendstimmung.
Foto: Markus Reddig / Stadtmarketing Herne GmbH





