Autor: Alexander Christian
Fußballfieber zur Kirmes: 26. Cranger Kirmes-Cup angepfiffen
Fußballfieber zur Kirmes: 26. Cranger Kirmes-Cup angepfiffen
Er gehört zur Cranger Kirmes wie Zuckerwatte, Bratwurst und Riesenrad: der Cranger Kirmes-Cup. Die 26. Auflage des Fußballturniers wurde am Donnerstag, 23. Juli, eröffnet. Wegen der Bauarbeiten im Stadion des Veranstalters SV Sodingen finden alle Spiele auf der Sportanlage an der Schaeferstraße statt. Zwölf Mannschaften aus Herne, Recklinghausen, Castrop-Rauxel und Dortmund kämpfen um den Titel und eine Siegprämie von 3.000 Euro. Der Cup läuft noch bis Sonntag, 2. August, dann wird um 17 Uhr das Finale angepfiffen. Der Gewinner wird beim traditionellen Vereinsabend am Montag, 10. August, in der Cranger Festhalle mitten auf dem Kirmesplatz geehrt. Titelverteidiger ist der SV Wanne 11 – und er ist auch in diesem Jahr wieder dabei.

Foto: Stadtmarketing Herne.
Drei Anlaufstellen für fleißige Helfer und „Aufbau-Touristen“
Ab Montag, 27. Juli, füllt sich der Cranger Kirmesplatz
Drei Anlaufstellen für fleißige Helfer und „Aufbau-Touristen“
Am Rhein wird ab-, am Rhein-Herne-Kanal zügig wieder aufgebaut: Schon kurz nach dem Ende der Düsseldorfer Rheinkirmes am Sonntag, 26. Juli, wird sich der Cranger Kirmesplatz weiter füllen. Zahlreiche Fahr-, Show- und Laufgeschäfte sowie Biergärten und Ausschankbetriebe brechen ihre Zelte noch in der Nacht von Sonntag auf Montag in der Landeshauptstadt ab und fahren von dort aus direkt weiter nach Crange.
Auf dem ca. elf Hektar großen Festgelände in Crange ist der Aufbau für das größte Volksfest in NRW in vollem Gange. „Probleme gab es bisher nicht. Wir sind voll im Zeitplan“, freute sich am Freitagmorgen Platzmeister Alexander Neumann. Ab Montag werden die größeren Lücken nach und nach gefüllt, ab dem 4. August die kleineren Lücken in der sogenannten Restplatzvergabe.
Damit die Schausteller und ihre fleißigen Helfer während der kräftezehrenden Arbeit an ihren Karussells, Laufgeschäften sowie großen und kleinen Verkaufsständen mal ein kleines Päuschen einlegen können, öffnen ab Montag, 27. Juli, neben dem Biergarten „Zum Ritter“ zwei weitere Aufbaukantinen: die „Mexo-Bar“ und „Steinmeister’s Bierpavillon“. „Damit die Schausteller in ihren Pausen möglichst kurze Wege haben, sind die drei Aufbaukantinen über den gesamten Platz verteilt“, so Alexander Neumann. Alle drei Betriebe sind bis zum Mittwoch, 5. August, täglich von 8 bis 22 Uhr geöffnet, auch am Wochenende. Natürlich versorgen sie auch die zahllosen „Aufbau-Touristen“ auf dem Festplatz, die sich schon vor dem ersten Kirmestag am 6. August ein Bild von „ihrer“ Kirmes machen möchten.
Kirmesbüro ist Anlaufstelle für Anwohner, Schausteller und Jobsuchende
Ab Montag (27. Juli) bezieht auch der städtische Fachbereich Öffentliche Ordnung sein Kirmesbüro in der Jugendkunstschule an der Dorstener Straße 476. Vor Ort kümmert sich das Team um alle kleinen und großen Fragen der Anwohnenden sowie der Schausteller. Diese können sich dort um die letzten freien Plätze auf dem Volksfest bewerben oder ab Mittwoch (29. Juli) organisatorische Dinge klären. Die Öffnungszeiten in der Woche vom 27. bis zum 31. Juli: 10-13 Uhr sowie 14-15.30 Uhr.
In der Woche des Kirmesstarts sowie in der 2. Kirmeswoche ändern sich die Öffnungszeiten geringfügig. Ins Kirmesbüro ziehen ab Donnerstag, 30. Juli, auch die Mitarbeitenden der Agentur für Arbeit mit ihrem mobilen Vermittlungsbüro ein. Erreichbar sind sie dort bis zum 14. August montags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr. Für Bewerber*innen um einen Job auf der Kirmes ist das Büro während der Öffnungszeiten auch telefonisch unter 0151 / 126 315 85 erreichbar. Für die Belange der Schausteller, die Aushilfskräfte suchen, gibt es eine Extra-Hotline: 01578 / 0638 106.
Zur Auswahl stehen wieder viele attraktive Aushilfsjobs, die das Potential bieten, „mal eben“ das Taschengeld oder die Urlaubskasse aufzubessern. Ob beim Süßigkeiten- oder Eisverkauf, am Bratwurststand, als Servicekraft im Bierzelt oder im Imbiss, beim Auf- und Abbau der Fahrgeschäfte – der Bedarf an tatkräftiger Unterstützung ist in großem Umfang vorhanden.

Ab Montag, 27. Juli, Aufbaukantine auf dem Kirmesplatz: Steinmeister’s Biergarten (Foto: Auf Crange).

Platzmeister Alexander Neumann (Foto: Frank Dieper, Stadt Herne).
Cranger Tor
Die Zahl 542 hängt seit Donnerstag, 23. Juli, am Cranger Tor:
Countdown für die Cranger Kirmes 2026 hat begonnen
Schlossermeister Elias Michél Costaras setzt Tradition seines Vaters Constantin fort
Am heutigen Mittwoch, 6. Mai, haben die Veranstalter der Cranger Kirmes das Ende April sanierte Cranger Tor vorgestellt. Oberflächliche Schäden haben eine Instandsetzung nötig gemacht, um die Bausubstanz langfristig zu erhalten. Das Cranger Tor markiert den Haupteingang zum Platz der Cranger Kirmes. Es ist eines der Wahrzeichen der Cranger Kirmes und ein ebenso beliebtes Fotomotiv wie die Fritz-Statue gegenüber.
Viele Kirmesrundgänge beginnen hier. Erst legt man Kirmesmaskottchen Fritz die Hand auf die Schulter, dann schnell ein Selfie in die andere Richtung mit dem Cranger Tor im Hintergrund. Am Souvenir- und Infostand daneben gibt es den aktuellen Crange-Plan zur besseren Orientierung, schnell noch den neuen Fritz-Pin anstecken, und nicht zuletzt gehört auch der Verzehr einer sauren Gurke für viele Jahr für Jahr zu den ersten obligatorischen Kirmeshandlungen.
Geschichte des ersten Tors
Das erste Cranger Tor wurde am 2. August 1978 eingeweiht. Es handelte sich um ein Geschenk des Schaustellers Ludwig Kallenkoot an die Cranger Kirmes. Der damals 50-jährige Schausteller war zur Aufstellung des Ur-Cranger-Tors genau 20 Jahre mit dem Riesenrad auf der Cranger Kirmes vertreten – ein freudiger Anlass, der Stadt dieses Geschenk zu machen. „Das großzügige Geschenk zeigt, wie identitätsstiftend ein solches Tor für die Schaustellerinnen und Schausteller sein kann“, beschreibt Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla die Ursprünge des Cranger Tors. Es sei ein wichtiger und erhebender Moment, durch das Tor auf den Kirmesplatz zu fahren, um dort das Geschäft aufzubauen.
Das in seiner Ursprungsform noch schlichte Tor wurde ab 1990 durch die Firma Costaras verziert. „Schlossermeister Constantin Costaras und sein Sohn Elias Michel haben die Kunstschmiedearbeiten in Form von Rankenornamenten mit Blumen und Drachen als Fahnenhalter gestaltet“, schildert Dr. Burbulla. Weitere Details sind zwei Karussells und zwei Vogelnester mit einem Vogel, der seinen Nachwuchs füttert, jeweils zur linken und rechten Seite. Mehrfach taucht das aus dem Stadtwappen bekannte Pferd auf. Unter der jährlich wechselnden Jahreszahl der Cranger Kirmes ist dauerhaft die Jahreszahl 1990 zu sehen. Die Verzierungen machen das Cranger Tor zu einem Beispiel für die Verbindung von Ortsgeschichte, Kirmestradition und lokaler Handwerkskunst.
Neuerrichtung des Cranger Tors
Nachdem das Vorgängertor am 1. August 2010 wenige Tage vor Kirmesbeginn durch einen LWK beschädigt wurde, wurde schließlich das jetzige Cranger Tor am 8. Juni 2011 aufgestellt. Die Verzierungen blieben als verbindendes Element der Tradition erhalten. Das Tor ist nun wesentlich stabiler als das alte und ruht in einem neuen Fundament. Die einzelnen Stahlteile sind mit rund 1700 Schrauben miteinander verschraubt. Die Durchfahrthöhe beträgt rund fünf Meter, die Breite liegt bei 9,40 Metern. Insgesamt bringt das Tor 4,5 Tonnen auf die Waage.
Sanierung im Jahr 2026
Nach der Kirmes im vergangenen Jahr hatte die Bezirksvertretung Wanne den Beschluss gefasst, dass die Verwaltung der Stadt Herne das Cranger Tor sanieren lässt. „Zunächst wurde das Tor bis auf die Grundschicht sandgestrahlt. Dabei traten Beschädigungen zu Tage, sodass mit einer Schleifmaschine und schließlich in Handarbeit mit Schleifpapier weitergearbeitet wurde“, berichtet Eduard Belker, Leiter des Fachbereichs Öffentliche Ordnung von der erfolgreichen Sanierung. Abschließend sei die neue Lackierung mit einer Spezialfarbe erfolgt, die das Tor bis zu 20 Jahre lang vor Witterungseinflüssen schützen solle. „Alle Details, die das beliebte Wahrzeichen ausmachen, sind erhalten geblieben, die Patina an den Kunstschmiedearbeiten ist normal und so gewollt“, erläutert Belker. Durch das günstige Wetter konnte der von Emanuel Claudio Villani geführte Malerbetrieb Boginski aus Herne den geplanten Zeitraum für die Durchführung der Sanierungsarbeiten vom 20. bis 29. April 2026 einhalten.
Die Zahlen am Cranger Tor
Bis 2018 wurde am Cranger Tor eine Zählweise fortgeschrieben, die willkürlich in der Zeit des Nationalsozialismus gewählt worden war, um im Jahr 1935 das 500. Volksfest auf Crange zu feiern. Seit 2019 ist der neue zeitlicher Ankerpunkt das Jahr 1484, in dem die Freiheit Crange mit impliziertem Marktrecht erstmalig urkundlich erwähnt wurde. Dieses Jahr bildet das kräftigste symbolische Ausgangsdatum für die Zählung der Jahre des Bestehens der Cranger Kirmes. In diesem Jahr wird daher die Zahl 542 am Cranger Tor zu sehen sein. Der Wechsel der Zahl erfolgt während des Aufbaus einige Tage vor Beginn der Kirmes.

High Noon auf Crange: Seit Punkt 12 Uhr am Donnerstag, 23. Juli, hängt die Zahl 542 als sichtbares Zeichen für 542 Jahre Cranger Kirmes am Cranger Tor.

Schlossermeister Elias Michél Costaras hatte die Zahlen angefertigt und auf die Tafeln geschraubt. Zweimal – für die Vorder- und Rückseite des frisch sanierten Cranger Tores.
Fotos (2): Stadtmarketing Herne





