Autor: Alexander Christian

Nostalgie pur

Erstmals wurden die Cranger Kirmestage eingeläutet

Mit einer über 100 Jahre alten Glocke – Auch Pferdemarkt, Einzug der Fahnenabordnungen oder die Kirmesorgel stehen für Nostalgie pur

 

Nostalgie, Tradition, Kult: Drei Eckpunkte, die in jedem Jahr unverrückbar mit der Cranger Kirmes verbunden sind. In dieser Saison wurde die Tradition ein wenig verjüngt und der Kult ausgebaut – mit dem erstmals viertägigen Pferdemarkt und mit der Premiere der Kirmesglocke.

 

Kultig ist zur offiziellen Kirmeseröffnung, traditionsgemäß immer am ersten Freitag im August, der  Einmarsch der Schaustellervereine aus dem gesamten Bundesgebiet – von Flensburg bis Passau. Immer am Schluss: die Schaustellervereinigung Herne, am 7. August mit Fahnenträger Marc Lichte. Als er seinen Platz im Cranger Festzelt erreicht hatte, schlug Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), ein neues Cranger Kirmes-Kapitel auf. Er bat Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda auf die Bühne, der die Kirmesglocke mit drei Schlägen bediente und somit erstmals die Cranger Kirmes einläutete. Geschmückt war die über 100 Jahre alte Glocke übrigens mit der ehemaligen Wanne-Eickeler und der neuen Herner Stadtfahne.

 

Großes Lob erntete das Ehepaar Rosi und Wilm Grätsch für „die grandiose Neuinszenierung des Pferdemarkts“, so Frank Dudda. Die traditionelle Veranstaltung, immer am Donnerstag vor der offiziellen Eröffnung, wurde erstmals auf vier Tage ausgedehnt und mit einem Mittelaltermarkt mit Gauklern, Zauberern, Musikanten und Händlern sowie spektakulären Ritterspielen verknüpft. Die Betreiber des Reiterhofes „Gut Steinhausen“ nahe des Kirmesplatzes hatten dafür ihr Gelände mit prächtigen Bauten ins Mittelalter versetzt.

 

Traditionell einen festen Platz auf Crange hat die nostalgische Konzertorgel der Schwerter Schaustellerfamilie Schäfer, erbaut im Jahr 1904, die auch schon auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Alexanderplatz die Blicke auf sich z0g.

 

Kirmesorgel und -glocke, Schaustellerfahnen und Pferdemarkt – nur vier von vielen Bespielen, warum in diesem Jahr die Schaustellerkultur auf Volksfesten in Deutschland in das bundesweite Verzeichnis „Immaterielles Kulturerbe“ aufgenommen wurde.

Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda läutete erstmals mit drei Glockenschlägen die Cranger Kirmes ein. Geschmückt war die Glocke mit der ehemaligen Wanne-Eickeler Stadtfahne und der jetzigen Herner Stadtfahne.

Ein echtes Schmuckstück: die Schäfer-Kirmesorgel.

Fotos: Isabel Diekmann, Stadtmarketing Herne

„Die erste Million ist geknackt“

Veranstalter und Sicherheitskräfte ziehen eine erste Bilanz nach drei Kirmestagen:

„Die erste Million ist geknackt“

„Die Besucherzahl des Festumzugs der Cranger Kirmes sucht Ihresgleichen“, sagte Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla am Sonntagmittag auf einer Pressekonferenz im Cranger Biergarten. Vom ersten Kirmestag am Donnerstag, 6. August, bis Sonntagabend, 9. August, rechnet die Stadt Herne als Veranstalterin mit rund 1,6 Millionen Besuchern auf dem ca. elf Hektar großen Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal. Der gut besuchte Donnerstag lag mit rund 200.000 Besucher über dem Vorjahreswert, am Freitag und Samstag strömten zusammen ca. 875.000 Menschen nach Crange – am heutigen Sonntag war der Platz bereits zur Mittagszeit sehr gut gefüllt bei königsblauem Himmel und hoch-sommerlichen Temperaturen.

 

„Rückblickend auf die ersten drei Kirmestage haben wir einen hervorragenden Eindruck“, freute sich Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla. „Die gelungene Eröffnungsfeier im Festzelt war hochkarätig, ein bestens gelaunter OB hat die Stimmung vorgegeben, Gesundheitsminister Laumann stimmte mit ein. Er ließ sich dazu hinreißen, den Wert geselligen Biertrinkens für die Psyche herauszustellen, und The BossHoss waren für die Cranger Kirmes Champions League“, resümierte er zur feierlichen Eröffnung am Freitag. Für ihn zählte der Auftritt zu den besten Auftritten der vergangenen Jahre. Die Ursprünge der Cranger Kirmes wurden auf dem traditionellen Pferdemarkt dargestellt, der in diesem Jahr einen neuen Anstrich bekommen hat und vier Tage dauerte. „Was wir dort gesehen haben, war hochprofessionell und eine deutliche Aufwertung der Veranstaltung“, so Dr. Burbulla.

 

Die Attraktionen der Cranger Kirmes

„Alle Neuheiten sind in diesem Jahr gut platziert. Besonders die Geisterbahn Diablos Residenz, die im vergangenen Jahr nicht mehr rechtzeitig für Crange fertig geworden ist, läuft sichtlich gut“, schilderte Tibo Zywietz, stellvertretender Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung, seine ersten Eindrücke. „Auch das neue Cranger Weinzelt mit seinen Weinproben, die von einem Winzer begleitet werden, und Club-Nights mit DJ-Musik kommt sehr gut an“, so Zywietz. Metzgermeister Miske, der am Mittwoch mit dem Schausteller-Award „Bester auf Crange“ für das Vorjahr ausgezeichnet wurde, habe berichtet, dass er vermehrt Zulauf von neugierigen Neukunden erhalte. Der Musikexpress „Disco Jet“ stehe auf einer neuen Ecke, an der er ausgesprochen gut wirke. Die Hauptstraße habe mit dem Riesenrad „High Sky“ und dem Kinderfahrgeschäft „Brunos freche Fahrt“ daneben eine deutliche Aufwertung erfahren. „Wir haben keinerlei Lücken und eine ausgewogene Verteilung der hohen und niedrigen Fahrgeschäfte“, freut sich Zywietz über den attraktiven Platzaufbau. Sein Dank ging an alle Schausteller, die mit Ihren Zugmaschinen geholfen haben, den „absolut rekordverdächtigen“ Fest-umzug zu sichern.

 

So lief es bei den Sicherheitskräften

Insgesamt 72 Einsätze vermeldete die Polizei für die ersten drei Kirmestage. „Das waren aber eher keine reißerischen Geschichten, sondern Vermisstensuchen oder Hilfegesuche“, berichtet der Erste Polizeihauptkommissar Andreas Derks, Einsatzleiter der Polizei auf der Cranger Kirmes. Sechs Personen wurden in Gewahrsam genommen, wobei Alkohol und aggressives Verhalten eine Rolle gespielt hätten. „Angesichts der Besucherzahl und des dreitägigen Zeitraums ist das keine besondere Zahl“, so Derks, der insgesamt eine positive Bilanz zog. Außerdem sei es zu 15 Körperverletzungen und vier Widerstandshandlungen gegen Beamte gekommen, eine davon am Samstag beim Festumzug. „Der Umzug hatte einen Familiencharakter und der Widerstand wurde schnell gebrochen“, so Derks. Ins-gesamt habe es zwei Unfälle gegeben. In einem Fall hat ein E-Scooter-Fahrer auf dem Platz ein Kind angefahren und leicht verletzt. „Auf dem Platz ist es verboten, E-Scooter oder Fahrrad zu fahren. Es gehört zum gesunden Menschenverstand, zu erkennen, dass so etwas gefährlich ist“, betonte Derks.

 

Dr. Christian Märkert, Leiter der Berufsfeuerwehr Herne, freute sich über den gelungenen Auftritt von Jacques Tillys Mottowagen für Respekt gegenüber Einsatzkräften. Der Wagen fuhr anlässlich des 150-jährige Bestehens des Löschzuges Eickel der Feuerwehr Herne beim Festumzug mit. „Wir haben viel positives Feedback erhalten, sehen die Aktion aber leider auch mit einem weinenden Auge, dass es überhaupt in der Gesellschaft thematisiert werden muss“, so Dr. Märkert. Aus Sicht der Feuerwehr fühle man sich auf Crange wohl und es habe hier bisher keine Übergriffe gegeben. Bedauerlich sei ein Vorfall am gestrigen Samstag in Kirmesnähe gewesen, bei dem fälschlicherweise gemeldet wurde, dass Personen in den Rhein-Herne-Kanal gesprungen seien, aber eine davon nicht wieder aufgetaucht sei. „Für uns stellt sich das klar als Missbrauch des Notrufs dar“, so Dr. Merkert. „Ansonsten haben wir kirmesübliche Einsätze, aber keine Besonderheiten erlebt. Dankbar sind wir für die große Unterstützung des DRK mit den vielen ehrenamtlichen Helfern.“

 

„Aus Sicht des DRK haben wir eine ganz normale Kirmes erlebt“, berichtete Benedikt Harting, Einsatz-leiter DRK. Insgesamt habe das DRK 124 Hilfeleistungen zu verzeichnen. Durch die gestiegenen Temperaturen und die lange Verweildauer beim Festumzug und auf dem Platz sei es vermehrt zu Kreislaufproblemen gekommen. „Viel trinken ist gerade bei heißeren Temperaturen wichtig. Dafür gibt es auf dem Platz u. a. zwei Trinkwasserspender“, so Harting.

 

Crange aus Sicht der Schausteller

Albert Ritter, Präsident Deutscher Schaustellerbund e. V., betonte die Wichtigkeit von Respekt und dankte allen Einsatzkräften, „dass wie hier die Alltagssorgen vergessen können“, und dass alle, die zum Gelingen der Cranger Kirmes beitrügen, „sich hier freuen, ihren Dienst zu tun und dies immer mit einem Lächeln. Das Wir-Gefühl, das hier gelebt und gefeiert wird, macht Crange zu meiner Heimat- und Lieblingskirmes“, betonte Ritter.

 

„Beim Absichern des Festumzugs habe ich rundum tolle Gespräche geführt und auch das eine oder andere Hallo von Bekannten aus Dortmund gehört“, freute sich Patrick Arens, Präsident des Bundes-verbands für Schausteller und Marktkaufleute, über einen Festumzug, der längst mehr als rein lokale Bedeutung hat. „Durch die Temperaturen erleben die Verkaufsstände ein gutes Jahr. Die Leute kommen früher, bleiben länger, und wir haben hier ein vielfältiges Angebot.“

 

Abschluss-Feuerwerk (16.8., 22.30 Uhr)

Die Entscheidung, ob das Abschlussfeuerwerk wie geplant steigen darf, fällt am kommenden Sonn-tag vor Ort. „Beim Eröffnungsfeuerwerk sind wir an unsere Schmerzgrenze gegangen“, gestand Feuerwehrchef Dr. Christian Märkert ein. Aus Sicht der Feuerwehr stelle sich immer die Frage, ob im Ernstfall schnell genug reagiert werden könne. „Nach der 30er-Regel kann bei einer Wetterlage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius, einer Windgeschwindigkeit über 30 km/h und einer Luftfeuchtigkeit unter 30 % ein Feuerwerk nicht abgefeuert werden.“

Lichterglanz über dem Himmel von Crange: das Eröffnungsfeuerwerk am Freitagabend. Ob auch am Schlusstag (Sonntag, 16. August) der Cranger Kirmes ein Feuerwerk abgeschossen wird, entscheidet sich kurzfristig am kommenden Wochenende. Foto: Stadtmarketing Herne / Markus Reddig

Hernes neuer Feuerwehrchef Dr. Christian Märkert (re.), hier mit Andreas Derks, Einsatzleiter der Polizei auf der Cranger Kirmes: „Beim Eröffnungsfeuerwerk sind wir bis an unsere Schmerzgrenze gegangen.“ Foto: Stadtmarketing Herne / Alijah Abdallah

Wurde aufgewertet und auf vier Tage verlängert: Der historische Pferdemarkt auf „Gut Steinhausen“ erinnert an die Wurzeln der Cranger Kirmes. Foto: Stadtmarketing Herne / Björn Koch

Das Jupiter-Riesenrad ist eines der Wahrzeichen der Cranger Kirmes, die bis zum Sonntagabend rund 1,6 Millionen Gäste besucht haben. Links vom Riesenrad die Hochfahrgeschäfte „Hangover“ Und „Jules Verne“. Foto: Stadtmarketing Herne / Björn Koch

Festumzug 2026

Das war der Cranger Kirmes-Festumzug 2026:

„So voll war es nie!“

Beim traditionellen Festumzug der Cranger Kirmes wurde heute (8.8.) der BSV Holthausen, dessen Mitglieder kostümiert als Außerirdische im Autoscooter auftraten, zur kreativsten Fußgruppe gekürt. Bei den Mottowagen überzeugte der Festwagen vom Kohlensportclub (KSC) Herne 13 mit seinem Wolfgang-Petry-Thema die Jury. Mehr als 150.000 Schaulustige erlebten bei bestem Sommerwetter einen nach Angaben des Veranstalters friedlichen Umzug mit störungsfreiem Ablauf.

 

„Bei der Aufstellung hat alles gut funktioniert. Wir haben in diesem Jahr ein ungewohnt großes Besucheraufkommen. Mindestens 20% mehr als gewöhnlich“, berichtet Eduard Belker, Leiter des Fachbereichs öffentliche Ordnung. Die etwa vier Kilometer lange Strecke von Eickel nach Crange wurde deshalb ein zweites Mal abgefahren, bevor der Zug dann mit einer Verzögerung von ca. 20 Minuten gegen 10.50 Uhr beginnen konnte. Mit rund 1,7 km war der Zug so lang wie nie. Mit dabei waren 104 Festwagen, 42 Fuß- und neun Musikgruppen (insgesamt 115 Startnummern) mit ca. 4.500 Teilnehmenden.

 

„Für mich ist der Festumzug ein Highlight, auf das ich mich schon lange gefreut habe“, berichtet die amtierende NRW-Kirmeskönigin Julia I., die aus dem von Schaustellerpräsident Albert Ritter (DSB) gesteuerten Prunkwagen heraus Papierrosen verschenkte. Der von ihnen angeführte Zug erreichte die Ehrentribüne Am Buschmannshof als erstes, gefolgt und musikalisch begleitet vom Ruhrkohleorchester. Den Abschluss machte nach rund 100 Minuten um 13.26 Uhr das Fahrzeug von Entsorgung Herne, das nach dem Festwagen der Schaustellervereinigung Herne e. V. und der Sambatruppe fuhr und direkt mit dem Saubermachen begann.

 

Gleich ihren ersten Festumzug in Funktion als neue Zugleiterin hat Michaela Konietzka mit Bravour gemeistert – der neue Teilnehmerrekord und die Hochstimmung unterstreichen den Erfolg. „Im Verlauf des Zugs gab es keine großen Lücken, der Zug geriet nicht ins Stocken und der Ablauf war störungsfrei“, so Zugleiterin Michaela Konietzka. „Entlang der gesamten Strecke herrschte ausgelassene Stimmung: Die Menschen sangen, tanzten, machten Selfies und machten die Parade zu einer bunten Partymeile“, resümiert Konietzka. Gerade Kinder durften sich über volle Taschen freuen, denn es wurde deutlich mehr Wurfmaterial unter die Menschen gebracht. Traditionsgemäß wurde das Lied „Der Mond von Wanne-Eickel“ (Friedel Hensch und die Cyprys) besonders gerne und häufig angestimmt. Musikalisch allgegenwärtig war auch wieder das Stimmungslied „Wackelkontakt“ von Oimara. Auffällig: Statt bekannten lokalen Kirmesliedern waren häufig computergenerierte Stücke zu hören.

 

„Am Kirmesplatz hat sich der Festumzug um 13.55 Uhr reibungslos und ohne Stau aufgelöst“, so Konietzka, die die gute Zusammenarbeit mit der Polizei hervorhob. Für die notwendigen Absperrungen an der Strecke sorgten neben dem Team der städtischen Bauhöfe auch die Schausteller, die ihre Sattelzüge, Transporter sowie kleinen und großen Lkw in die Nebenstraßen der Hauptstraße stellten, damit für die Dauer des Umzuges kein Pkw den Weg des „Cranger Lindwurmes“ kreuzen konnte.

 

Beim großen Schaulaufen vor der Ehrentribüne am Buschmannshof in Wanne-Mitte verfolgte unter anderem OB Dr. Frank Dudda mit Gästen die „Cranger Parade“, die Oliver Grabowski (Radio Herne) moderierte und feststellte: „So voll war es nie!“ Unterstützung erhielt er von Julia Brächter, der neuen Vorsitzenden des Herner Stadtsportbundes, die ganz in Weiß gekleidet vom Wagen des Schwimmverein Neptun herabstieg und sich die Vorstellung ihrer Sportlerinnen und Sportler mit ihrem umzugserfahrenen Vorgänger Hans Peter Karpinski teilte. Zum zweiten Mal begleitete die WAZ den Umzug vor der Tribüne mit einer frei empfänglichen Live-Sendung.

 

Jury zeichnet „Wolle auf Crange“ und BSV Holthausen aus

Die dreiköpfige Jury mit Cordelia Neige, Bereichsleiterin im Büro für Gleichstellung und Vielfalt, Schausteller Ingo Bauermeister (Willy der Wurm, Sieger Crange-Award für 2024) und Jochen Schübel (Pressestelle Cranger Kirmes) nahm alle genau in Augenschein und wählte die attraktivsten und originellsten Festwagen und Fußgruppen aus. Kreativ, ideenreich und mit ganz viel Herzblut zeigten die Vereine und Organisationen, wie bunt und vielfältig das Vereinsleben ist. Viele Gruppen griffen wieder das Thema des diesjährigen Kirmesplakats „Die galaktische Cranger Kirmes“ auf – häufig unter Rückgriff auf Bilder, die mit KI generiert wurden. „Überraschend war der Wagen von Sontowski-Reisen, der den Umzug filmte und live auf einem Bildschirm am Wagen abspielte, sodass die Jury sich selbst sehen konnte“, berichtet Jochen Schübel.

 

Nach Abwägung der Leistung und Beratung fiel die Wahl bei den Festwagen einstimmig auf den KSC Herne 13 mit seinem an Wolfgang Petry angelehnten Motto „Wolle auf Crange, Wahnsinn trifft Kirmes“. Auf den zweiten Platz schafften es die Wanner Mädels und Jungs mit dem Motto „Crange ist nur einmal im Jahr“. Der dritte Platz ging an die Stadt Herne – Fachbereich 12-Ausbildung, die „Offene Türen für Talente“ hatte.

 

Bei den Fußgruppen setzte sich in den Augen der Jury eindeutig der BSV Holthausen durch. Den zweiten Platz belegten die „Engel ohne Grenzen“, die als kosmische Helfer in der „Mission Kinderlachen“ unterwegs waren. Die „Showtanzgruppe Herne ’87“ tanzte „Über die Milchstraße zur galaktischen Cranger Kirmes“ und landete mit Ihrem Auftritt auf dem dritten Platz.

 

Beide Sieger erhalten je 500, die Zweitplatzierten je 350 und die Drittplatzierten je 200 Euro. Eine willkommene Prämie, die zumeist in einen ausgedehnten Bummel über den Kirmesplatz re-investiert wird.

 

Ehrenpreis für den Löschzug Eickel mit Jacques Tillys Respektwagen

Ein besonderer Hingucker war der Mottowagen des berühmten Düsseldorfer Wagenbauers Jacques Tilly mit den Figuren einer Polizistin, eines Sanitäters und eines Feuerwehrmannes. Der Wagen fuhr anlässlich des 150-jährige Bestehens des Löschzuges Eickel der Feuerwehr Herne mit und erhielt als Zeichen für Respekt und Wertschätzung gegenüber Einsatzkräften viel Applaus – Crange ist eben Liebe. Der Jury war diese Gemeinschaftsaktion einen Ehrenpreis in Höhe von 300 Euro wert.

 

Siegerehrung bei „Treff im Zelt“

Die Übergabe des „Kirmesgeldes“ an die drei originellsten Festwagen und Fußgruppen erfolgt am Montag, 10. August, ab 19 Uhr im Rahmen der Veranstaltung „Treff im Zelt“ in der Cranger Festhalle. Durch den bunten Abend führt Peter Großmann, bekannt als Sportmoderator aus dem ARD-Morgenmagazin. Die Veranstaltung ist zugleich ein herzliches Dankeschön an rund 1.000 engagierte Ehrenamtliche aus Herne und Wanne-Eickel.

Sieger bei den Fußgruppen: Hier setzte sich in den Augen der Jury eindeutig BSV Holthausen mit seinen phantasievollen Kostümen durch.

Foto: Stadtmarketing Herne, Isabel Diekmann

Sieger bei den Festwagen: Der KSC Herne 13 begeisterte mit seinem an Wolfgang Petry angelehnten Motto „Wolle auf Crange, Wahnsinn trifft Kirmes“.

Foto: Stadtmarketing Herne, Isabel Diekmann

In diesem Jahr vergab die Jury einen Ehrenpreis. Ausgezeichnet wurde der Löschzug Eickel der Feuerwehr Herne, der für den Einsatz von Jacques Tillys Respektwagen viel Zuspruch bekam.

Foto: Stadtmarketing Herne, Isabel Diekmann

Rund 150.000 Schaulustige feierten bei durchgehend sonnigem Wetter eine ausgelassene Party entlang der vier Kilometer langen Strecke.

Foto: Stadtmarketing Herne, Isabel Diekmann