Monat: Juli 2024

Beste Partylaune, viel Musik sowie Spaß, Spaß, Spaß …

Festumzug der Cranger Kirmes am Samstag, 3. August:

Beste Partylaune, viel Musik sowie Spaß, Spaß, Spaß …

Die Liebe zu „ihrer“ Cranger Kirmes zeigen die Herner und Wanne-Eickeler zwar an allen elf Tagen des Volksfestes – an einem aber ganz besonders: immer am ersten Kirmessamstag beim traditionellen Festumzug. Das wird in diesem Jahr nicht anders sein. Am 3. August verwandelt sich die Wanne-Eickeler Hauptstraße in einen wahren Prachtboulevard, mit über 4.000 Menschen auf und (erwarteten) 120.000 Schaulustigen an der Straße. Dann gibt es dort zwischen 10 und ca. 14 Uhr nur ein Motto: Spaß, Spaß, Spaß, gemixt mit ausgelassener Partylaune und viel Musik.

 

Die Stadt Herne als Veranstalterin sieht sich jedenfalls gut vorbereitet: „Das Interesse an dem Umzug ist vor allem bei den Herner und Wanne-Eickeler Vereinen, Organisationen und Unternehmen weiterhin riesengroß“, freut sich Zugleiter Michael Torkowski „Allerdings mit einer kleinen Einschränkung“, so der Abteilungsleiter aus dem städtischen Fachbereich Öffentliche Ordnung, „denn die Zahl der Fußgruppen wird leider immer kleiner“. In nackten Zahlen ausgedrückt heißt dies (Stand: 19. Juli): 84 Festwagen, zwei Festwagen mit Fußgruppen sowie 14 Fuß- und neun Musikgruppen machen sich am Samstag, 3. August, ab 10.30 Uhr auf den Weg von Eickel in Richtung Kirmesplatz.

 

Schaustellende sorgen mit für die Sicherheit
Die gesamte Strecke ist 3,7 Kilometer lang. Wenn es keine unerwarteten Verzögerungen gibt, wird die erste Gruppe gegen 12 Uhr in Crange eintreffen. Apropos Pause: „Ich appelliere an alle Teilnehmenden, keine längeren Pausen einzulegen. Auch nicht für einen Plausch mit der lieben Nachbarin am Straßenrand. Denn dann entstehen Lücken, die dem Gesamtbild des Zuges nicht gut tun“, so Torkowski. Für die notwendigen Absperrungen der Strecke sorgen neben den Schaustellenden auch die Mitarbeitenden der städtischen Bauhöfe, die ihre Sattelzüge, Transporter sowie kleinen und großen Lkw in die Nebenstraßen der Hauptstraße stellen, damit für die Dauer des Umzuges kein Pkw den Weg des „Cranger Lindwurmes“ kreuzen kann.

Die letzte Haltestelle für die Fest- und Mottowagen ist die Kreuzung Heidstraße/Unser-Fritz-Straße, dort löst sich der Zug in Richtung Rathausstraße oder Unser-Fritz-Straße auf. Sattelzüge und Lkw biegen ab, während die Fuß- und Musikgruppen weiter in Richtung Cranger Tor ziehen. Dort wird der letzte Teilnehmende um ca. 14 Uhr eintrudeln. Die letzte Fußgruppe, wie gewohnt Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda mit seinen Ehrengästen, muss sich auch sputen. Denn der letzte Teller mit Erbsensuppe, die es für alle Festzugteilnehmenden gibt, wird um 14.45 Uhr an der Cranger Festhalle aufgefüllt.

 

Höhere Prämie für Sieger und Platzierte
Die Ehrentribüne steht auf dem Buschmannshof in Wanne-Mitte, direkt vor dem Eingang der Sparkassen-Filiale. Dort nimmt unter anderem OB Dudda die „Cranger Parade“ ab, die Oliver Grabowski (Radio Herne) moderiert. Unterstützt wird er dabei von Hans Peter Karpinski, Vorsitzender des Herner Stadtsportbundes, der „seine Sportlerinnen und Sportler“ vorstellt. Ebenfalls auf der Bühne sitzt eine dreiköpfige Jury, die die drei attraktivsten und originellsten Festwagen und Fußgruppen auswählen wird.

Diese Wahl wird von der Stadt Herne kräftig aufgewertet, um die ehrenamtliche Arbeit und den damit verbundenen Zeitaufwand beim Wagenbau oder bei der Kostümierung einer Fußgruppe angemessen zu honorieren: Beide Sieger erhalten je 500, die Zweitplatzierten je 350 und die Drittplatzierten je 200 Euro. Eine willkommene Prämie, die zumeist in einen ausgedehnten Bummel über den Kirmesplatz re-investiert wird. Zum Vergleich: Das Preisgeld lag bisher bei 200 (Platz 1), 150 (Platz 2) und 100 Euro (Platz 3).

 

Siegerehrung bei „Treff im Zelt“
Die Übergabe des „Kirmesgeldes“ an die drei originellsten Festwagen und Fußgruppen findet am Montag, 5. August, ab 19 Uhr im Rahmen der Veranstaltung „Treff im Zelt“ in der Cranger Festhalle statt. Peter Großmann, Sportmoderator im ARD-Morgenmagazin, führt durch das bunte Programm des Abends, der gleichzeitig ein Dankeschön an rund 1.000 Ehrenamtliche in Herne und Wanne-Eickel ist.

Etwa 150.000 Schaulustige verfolgten 2023 den Festumzug. Bei gutem Wetter soll in diesem Jahr eine ähnliche Zahl erreicht werden.

Die Sieger aus dem Jahr 2023: die Reitsportgemeinschaft Herne-Börnig bei den Festwagen sowie der Bürger-Schützen-Verein (BSV) Holthausen bei den Fußgruppen.

Fotos (3): Stadtmarketing Herne, Isabel Diekmann

Zugleiter Michael Torkowski. Foto: Thomas Schmidt, Stadt Herne

Souvenirs

Verkauf beim Stadtmarketing Herne und ab dem 1. August auch auf dem Rummelplatz

 

Mit Herzblut und Liebe gestaltet: die Souvenirs zur Cranger Kirmes

 

Sie erlebte eine wahre Renaissance: Die kleine, handliche Stockflagge wurde bei der Fußball-EM 2024 millionenfach geschwungen. Das können jetzt auch die Fans der Cranger Kirmes, denn die Stockflagge mit dem unverwechselbaren Windrad-Logo gehört zu den Neuheiten im Souvenir-Angebot des größten Volksfestes in Nordrhein-Westfalen, das am 1. August 2024 beginnt.

 

Kein Kirmesbesuch ohne mindestens eines der Original-Andenken an die schönste Zeit des Jahres. Längst haben sich die Souvenirs der Cranger Kirmes vom beliebten Mitbringsel zu begehrten Sammelobjekten entwickelt. Die Auswahl wird Jahr für Jahr größer – ob es die winzige Anstecknadel fürs Revers oder die lange Wimpelkette für den Partykeller ist. Alexander Christian, Sprecher der Cranger Kirmes: „Es gibt kaum ein anderes Volksfest, das solch eine große Kollektion an Andenken anbieten kann.“ Ein Satz, den Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), am Mittwoch bei der Vorstellung der Souvenirs so ergänzte: „Und vor allem gibt es keine Kirmes-Andenken, die mit so viel Herzblut und Liebe gestaltet werden.“

 

Neue Kooperation mit dem Modelabel „Grubenhelden“
Neben der Stockflagge gehört erstmals eine zeitlos elegante und handliche Trinkflasche mit Karabiner zum Angebot. Auch der Strohhut als Schutz gegen die Sonne, der erst ab Kirmesbeginn verkauft wird, hat ein neues Design. Kern- und Ankerpunkt aller Andenken, die das Herner Stadtmarketing selbst entwirft und produzieren lässt, ist der Fritz-Pin.

 

Stadtmarketing-Sprecher Alexander Christian: „Es gibt ihn bereits seit 1996. Er ist ein Sympathieträger, ob als Andenken, Glücksbringer oder und Sammelobjekt. Die jeweils aktuelle Version des Pins mit dem Kirmesmaskottchen stellen wir immer weit vor dem Kirmesstart vor.“ Die 2024er-Version des Fritz-Pins, auf dem das Grubenpferd genüsslich in eine Brezel beißt, oder das Kirmes-Windrad zieren viele Produkte der aktuellen Kollektion wie die Cranger Kaffeetassen, Schlüsselanhänger, Einkaufschips oder Kühlschrankmagneten. Christian: „Wir legen bei der Auswahl der Produkte, die wir auf den Markt bringen, viel Wert darauf, dass sie alltagstauglich sind.

 

Das sind auch die Produkte des Gladbecker Modelabels „Grubenhelden“, mit dem das Stadtmarketing eine Kooperation eingegangen ist. „Ich hoffe auf eine langfristige Zusammenarbeit, denn das Unternehmen produziert Dinge, die uns bisher fehlten.“ Damit sind zum Beispiel T-Shirts und Zip-Up Hoodies aus hoch-wertigem Material gemeint, dezent gebrandet im Cranger Kirmes-Design.

 

Starke Nachfrage für den Klassiker Event-Band
Natürlich fehlen auch die Klassiker nicht im Repertoire 2024, von denen sich das Bändchen fürs Handgelenk immer am besten verkauft. Konkurrenz dürfte das Event-Band (Verkaufspreis 2 EUR) in diesem Jahr von den Stockflaggen (Verkaufspreis 5 EUR) bekommen, die zum Beispiel beim traditionellen Kirmesumzug beim Zu-jubeln nicht fehlen sollten: „Nicht zögern, sie sind wahrscheinlich schnell ausverkauft“, rät Alexander Christian, sich schnell zu entscheiden.

 

Der Verkauf der Kollektion für das Jahr 2024 mit dem aktuellen Slogan „Größer als du denkst!“ sowie aller Klassiker hat bereits begonnen. Es gibt sie beim Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5 in Herne-Mitte. Ab Donnerstag, 1. August, zusätzlich am Souvenir- und Infostand auf der Cranger Kirmes, direkt am Cranger Tor.

 

Hier gibt es alle Informationen: Souvenirs der Cranger Kirmes.

Ein Teil der Kollektion der Kirmessouvenirs wurde am Mittwoch, 17. Juli, im Biergarten „Zum Ritter“ auf dem Cranger Kirmesplatz, direkt am Rhein-Herne-Kanal, präsentiert. Foto: Stadtmarketing Herne, Renate Burda

„M3 Cranger Treff“ neu auf der Cranger Kirmes

„M3 Cranger Treff“ neu auf der Cranger Kirmes – ein Übergang wie unter guten Nachbarn

Ausschankbetrieb von Marius Morck nimmt den Platz von „Lichtes Gourmetgarten“ ein.
Timo Lichte: „Wir sind ein Team und haben eine gute Lösung gefunden“

 

Einer hört auf – ein anderer steigt ein! Und dies „überaus freundschaftlich, wie unter guten Nachbarn“, betonen Timo Lichte und Marius Morck. Beide stammen aus Familien, die seit Generationen nicht nur für die Schaustellerei in Herne und Wanne-Eickel, sondern auch weit darüber hinaus stehen. Die eine (Lichte) hauptsächlich mit frischem Fisch, die andere (Morck) hauptsächlich mit gebrannten Mandeln. Jetzt, zur Cranger Kirmes 2024, gibt Timo Lichte, dessen Familie mit drei Fischwagen auf dem am 1. August beginnenden Volksfest vertreten ist, seinen „Gourmetgarten“ auf. Den etwa 300 Quadratmeter großen Standplatz am Ausgang zur Heerstraße übernimmt Marius Morck mit seinem „M3 Cranger Treff“. Beide spielen gerne Doppelpass, denn, so Timo Lichte, auch Chef der Herner Schaustellervereinigung: „Wir sind ein Team. Gemeinsam haben wir überlegt, wie es an dem Standort weitergehen könnte, und wir haben eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden.“

 

Seit 2003 war der „Gourmetgarten“ eine beliebte Anlaufstelle auf der größten Kirmes in NRW. Timos Vater Wolfgang Lichte erhielt für das Jahr 2008 den ersten (!) Schausteller-Award „Bester auf Crange“ als Anerkennung für ein „mutiges und innovatives gastronomisches Konzept mit hohem Qualitätsanspruch“, so damals die Begründung der Jury. Jetzt, 21 Jahre nach der Neueröffnung, musste Timo Lichte umdenken, denn „Anfang 2024 hat uns leider unser Koch verlassen. Das nahmen wir innerhalb der Familie zum Anlass, das gesamte Konzept zu hinterfragen“.

 

Konzentration auf das Kerngeschäft
Die Entscheidung des Familienunternehmens Lichte, sich in Crange wie auf vielen anderen Plätzen in NRW ganz dem traditionellen Kerngeschäft mit Fischwagen zu widmen, fiel nicht leicht. Geholfen habe die Kooperation mit Marius Morck, denn für das leibliche Wohl im „M3 Cranger Treff“ sorgt Lichtes Fischwagen, der wie gewohnt direkt nebenan steht. Kibbeling, Backfisch, gebackene Knuspergarnelen und andere Leckereien können in dem reinen Ausschankbetrieb, der kein Essen anbieten wird, verzerrt werden.

 

Marius Morck stammt aus einer Schaustellerfamilie, deren Wurzeln fast ein Jahrhundert zurückreichen. Einst fuhr Urgroßvater Gustav Morck mit einem Pferdegespann umher und verkaufte Eis, Großvater Friedrich baute 1950 die Mandelbrennerei auf und war unter anderem langjähriger Chef der Herner Schaustellervereinigung. Vater Uwe Morck (71) betreibt seit über 35 Jahren auf der Cranger Kirmes den Ausschankbetrieb „Max & Moritz“, in den letzten Jahren gemeinsam mit Sohn Marius. Dieser führt zudem mit Ehefrau Vanessa in dritter Generation die Mandelbrennerei Morck, zeitgemäß inklusive eines Online-Handels.

„Zeitgemäß“ ist für den 32-jährigen studierten Betriebswirt auch das Stichwort für seine neue Aufgabe auf dem Cranger Festplatz: „Wir bauen einen frischen, modernen Biergarten auf, der jeden Besucher ansprechen soll. Er ist teilweise überdacht, mit Tischen, Steh- und Sitzplätzen. Das normale Getränkeangebot ergänzen wir mit qualitativ hochwertigen Spirituosen, Cocktails, exzellenten Weinen von einem Winzer in Unterfranken und, wer möchte, bekommt auch Champagner.“

 

„M3“ steht für die 3. Morck-Generation
An allen elf Kirmestagen sorgen im „M3 Cranger Treff“, wo im Schichtdienst bis zu zwölf Mitarbeitende beschäftigt sein werden, DJs hinter ihrem Mischpult für Musik – „aber keine Ballermann-Lieder“, verspricht Marius Morck. Vielmehr soll die Musikfarbe tagsüber Familien ansprechen, in den Abendstunden wechselt sie in die leichte House-/Club-Schiene. Wer es exklusiv möchte, kann als Rückzugsort das VIP-Zelt im „M3 Cranger Treff“ buchen – Platz bietet es für bis zu 25 Personen.

 

Und der neue Name? Marius Morck lacht: „Da hat uns mein Vater inspiriert. M3 steht für die 3. Generation Morck“. Aufgebaut wird der „M3 Cranger Treff“ übrigens nicht nur zuerst in Crange, sondern auch „nur hier. Auf anderen Volksfesten wird es ihn nicht geben“. Vielleicht wird der Zusatz „M3“ irgendwann einmal geändert, denn seit neun Monaten ist Edda auf der Welt. Vater Marius: „Es wird für unsere Tochter das erste Jahr auf der Cranger Kirmes als angehende 4. Generation. Das ist auch für meine Frau und mich etwas Besonderes.“

Sie freuen sich auf eine gute Nachbarschaft auf der Cranger Kirmes 2024: Timo Lichte (oben) und Marius Morck.