Autor: Alexander Christian
Souvenirs
Verkauf beim Stadtmarketing Herne und ab dem 1. August auch auf dem Rummelplatz
Mit Herzblut und Liebe gestaltet: die Souvenirs zur Cranger Kirmes
Sie erlebte eine wahre Renaissance: Die kleine, handliche Stockflagge wurde bei der Fußball-EM 2024 millionenfach geschwungen. Das können jetzt auch die Fans der Cranger Kirmes, denn die Stockflagge mit dem unverwechselbaren Windrad-Logo gehört zu den Neuheiten im Souvenir-Angebot des größten Volksfestes in Nordrhein-Westfalen, das am 1. August 2024 beginnt.
Kein Kirmesbesuch ohne mindestens eines der Original-Andenken an die schönste Zeit des Jahres. Längst haben sich die Souvenirs der Cranger Kirmes vom beliebten Mitbringsel zu begehrten Sammelobjekten entwickelt. Die Auswahl wird Jahr für Jahr größer – ob es die winzige Anstecknadel fürs Revers oder die lange Wimpelkette für den Partykeller ist. Alexander Christian, Sprecher der Cranger Kirmes: „Es gibt kaum ein anderes Volksfest, das solch eine große Kollektion an Andenken anbieten kann.“ Ein Satz, den Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes (DSB), am Mittwoch bei der Vorstellung der Souvenirs so ergänzte: „Und vor allem gibt es keine Kirmes-Andenken, die mit so viel Herzblut und Liebe gestaltet werden.“
Neue Kooperation mit dem Modelabel „Grubenhelden“
Neben der Stockflagge gehört erstmals eine zeitlos elegante und handliche Trinkflasche mit Karabiner zum Angebot. Auch der Strohhut als Schutz gegen die Sonne, der erst ab Kirmesbeginn verkauft wird, hat ein neues Design. Kern- und Ankerpunkt aller Andenken, die das Herner Stadtmarketing selbst entwirft und produzieren lässt, ist der Fritz-Pin.
Stadtmarketing-Sprecher Alexander Christian: „Es gibt ihn bereits seit 1996. Er ist ein Sympathieträger, ob als Andenken, Glücksbringer oder und Sammelobjekt. Die jeweils aktuelle Version des Pins mit dem Kirmesmaskottchen stellen wir immer weit vor dem Kirmesstart vor.“ Die 2024er-Version des Fritz-Pins, auf dem das Grubenpferd genüsslich in eine Brezel beißt, oder das Kirmes-Windrad zieren viele Produkte der aktuellen Kollektion wie die Cranger Kaffeetassen, Schlüsselanhänger, Einkaufschips oder Kühlschrankmagneten. Christian: „Wir legen bei der Auswahl der Produkte, die wir auf den Markt bringen, viel Wert darauf, dass sie alltagstauglich sind.
Das sind auch die Produkte des Gladbecker Modelabels „Grubenhelden“, mit dem das Stadtmarketing eine Kooperation eingegangen ist. „Ich hoffe auf eine langfristige Zusammenarbeit, denn das Unternehmen produziert Dinge, die uns bisher fehlten.“ Damit sind zum Beispiel T-Shirts und Zip-Up Hoodies aus hoch-wertigem Material gemeint, dezent gebrandet im Cranger Kirmes-Design.
Starke Nachfrage für den Klassiker Event-Band
Natürlich fehlen auch die Klassiker nicht im Repertoire 2024, von denen sich das Bändchen fürs Handgelenk immer am besten verkauft. Konkurrenz dürfte das Event-Band (Verkaufspreis 2 EUR) in diesem Jahr von den Stockflaggen (Verkaufspreis 5 EUR) bekommen, die zum Beispiel beim traditionellen Kirmesumzug beim Zu-jubeln nicht fehlen sollten: „Nicht zögern, sie sind wahrscheinlich schnell ausverkauft“, rät Alexander Christian, sich schnell zu entscheiden.
Der Verkauf der Kollektion für das Jahr 2024 mit dem aktuellen Slogan „Größer als du denkst!“ sowie aller Klassiker hat bereits begonnen. Es gibt sie beim Stadtmarketing Herne, Kirchhofstraße 5 in Herne-Mitte. Ab Donnerstag, 1. August, zusätzlich am Souvenir- und Infostand auf der Cranger Kirmes, direkt am Cranger Tor.
Hier gibt es alle Informationen: Souvenirs der Cranger Kirmes.

Ein Teil der Kollektion der Kirmessouvenirs wurde am Mittwoch, 17. Juli, im Biergarten „Zum Ritter“ auf dem Cranger Kirmesplatz, direkt am Rhein-Herne-Kanal, präsentiert. Foto: Stadtmarketing Herne, Renate Burda


„M3 Cranger Treff“ neu auf der Cranger Kirmes
„M3 Cranger Treff“ neu auf der Cranger Kirmes – ein Übergang wie unter guten Nachbarn
Ausschankbetrieb von Marius Morck nimmt den Platz von „Lichtes Gourmetgarten“ ein.
Timo Lichte: „Wir sind ein Team und haben eine gute Lösung gefunden“
Einer hört auf – ein anderer steigt ein! Und dies „überaus freundschaftlich, wie unter guten Nachbarn“, betonen Timo Lichte und Marius Morck. Beide stammen aus Familien, die seit Generationen nicht nur für die Schaustellerei in Herne und Wanne-Eickel, sondern auch weit darüber hinaus stehen. Die eine (Lichte) hauptsächlich mit frischem Fisch, die andere (Morck) hauptsächlich mit gebrannten Mandeln. Jetzt, zur Cranger Kirmes 2024, gibt Timo Lichte, dessen Familie mit drei Fischwagen auf dem am 1. August beginnenden Volksfest vertreten ist, seinen „Gourmetgarten“ auf. Den etwa 300 Quadratmeter großen Standplatz am Ausgang zur Heerstraße übernimmt Marius Morck mit seinem „M3 Cranger Treff“. Beide spielen gerne Doppelpass, denn, so Timo Lichte, auch Chef der Herner Schaustellervereinigung: „Wir sind ein Team. Gemeinsam haben wir überlegt, wie es an dem Standort weitergehen könnte, und wir haben eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden.“
Seit 2003 war der „Gourmetgarten“ eine beliebte Anlaufstelle auf der größten Kirmes in NRW. Timos Vater Wolfgang Lichte erhielt für das Jahr 2008 den ersten (!) Schausteller-Award „Bester auf Crange“ als Anerkennung für ein „mutiges und innovatives gastronomisches Konzept mit hohem Qualitätsanspruch“, so damals die Begründung der Jury. Jetzt, 21 Jahre nach der Neueröffnung, musste Timo Lichte umdenken, denn „Anfang 2024 hat uns leider unser Koch verlassen. Das nahmen wir innerhalb der Familie zum Anlass, das gesamte Konzept zu hinterfragen“.
Konzentration auf das Kerngeschäft
Die Entscheidung des Familienunternehmens Lichte, sich in Crange wie auf vielen anderen Plätzen in NRW ganz dem traditionellen Kerngeschäft mit Fischwagen zu widmen, fiel nicht leicht. Geholfen habe die Kooperation mit Marius Morck, denn für das leibliche Wohl im „M3 Cranger Treff“ sorgt Lichtes Fischwagen, der wie gewohnt direkt nebenan steht. Kibbeling, Backfisch, gebackene Knuspergarnelen und andere Leckereien können in dem reinen Ausschankbetrieb, der kein Essen anbieten wird, verzerrt werden.
Marius Morck stammt aus einer Schaustellerfamilie, deren Wurzeln fast ein Jahrhundert zurückreichen. Einst fuhr Urgroßvater Gustav Morck mit einem Pferdegespann umher und verkaufte Eis, Großvater Friedrich baute 1950 die Mandelbrennerei auf und war unter anderem langjähriger Chef der Herner Schaustellervereinigung. Vater Uwe Morck (71) betreibt seit über 35 Jahren auf der Cranger Kirmes den Ausschankbetrieb „Max & Moritz“, in den letzten Jahren gemeinsam mit Sohn Marius. Dieser führt zudem mit Ehefrau Vanessa in dritter Generation die Mandelbrennerei Morck, zeitgemäß inklusive eines Online-Handels.
„Zeitgemäß“ ist für den 32-jährigen studierten Betriebswirt auch das Stichwort für seine neue Aufgabe auf dem Cranger Festplatz: „Wir bauen einen frischen, modernen Biergarten auf, der jeden Besucher ansprechen soll. Er ist teilweise überdacht, mit Tischen, Steh- und Sitzplätzen. Das normale Getränkeangebot ergänzen wir mit qualitativ hochwertigen Spirituosen, Cocktails, exzellenten Weinen von einem Winzer in Unterfranken und, wer möchte, bekommt auch Champagner.“
„M3“ steht für die 3. Morck-Generation
An allen elf Kirmestagen sorgen im „M3 Cranger Treff“, wo im Schichtdienst bis zu zwölf Mitarbeitende beschäftigt sein werden, DJs hinter ihrem Mischpult für Musik – „aber keine Ballermann-Lieder“, verspricht Marius Morck. Vielmehr soll die Musikfarbe tagsüber Familien ansprechen, in den Abendstunden wechselt sie in die leichte House-/Club-Schiene. Wer es exklusiv möchte, kann als Rückzugsort das VIP-Zelt im „M3 Cranger Treff“ buchen – Platz bietet es für bis zu 25 Personen.
Und der neue Name? Marius Morck lacht: „Da hat uns mein Vater inspiriert. M3 steht für die 3. Generation Morck“. Aufgebaut wird der „M3 Cranger Treff“ übrigens nicht nur zuerst in Crange, sondern auch „nur hier. Auf anderen Volksfesten wird es ihn nicht geben“. Vielleicht wird der Zusatz „M3“ irgendwann einmal geändert, denn seit neun Monaten ist Edda auf der Welt. Vater Marius: „Es wird für unsere Tochter das erste Jahr auf der Cranger Kirmes als angehende 4. Generation. Das ist auch für meine Frau und mich etwas Besonderes.“


Sie freuen sich auf eine gute Nachbarschaft auf der Cranger Kirmes 2024: Timo Lichte (oben) und Marius Morck.

Boxbude „Fight-Club“ legt Crange-Pause ein
Boxbude „Fight-Club“ legt Crange-Pause ein
„Ring frei für …“ wird es in diesem Jahr nicht auf der Cranger Kirmes heißen. Charly Schultz, seit über drei Jahrzehnten auf den Rummelplätzen der Republik unterwegs, hat seinen Betrieb „Fight Club“ verkauft. „Und der neue Besitzer hat uns leider mitgeteilt, dass er aus Krankheitsgründen in diesem Jahr nicht zu uns kommen kann. Im kommenden Jahr will er aber auf jeden Fall dabei sein“, so Kirmes-Platzmeister Tibo Zywietz.
Für die Architektur des größten Volksfestes in Nordrhein-Westfalen, das am 1. August 2024 eröffnet wird, hat dies keine Auswirkungen. „Auf den angestammten Platz der Boxbude kommt die ,Geisterstadt‘. Die Geisterbahn wird einfach ein paar Meter weiter links aufgebaut, Grenze ist der Fluchtweg in Richtung Kanal“, so Zywietz, der seit Dienstag, 10. Juli, seinen festen Arbeitsplatz auf den Rummelplatz verlegt hat, um die Aufbauarbeiten zu koordinieren.
Die dadurch in dieser Kanalreihe gewonnen Frontmeter belegt der Gastronomiebetrieb „Gastmahl des Meeres“, der seinen Beitrag vergrößern darf. Eine kleine Lücke von ca. acht Frontmetern wird bei der Restplatzvergabe geschlossen.
Lauter als das Rattern der Achterbahn
Charly Schulz, 1947 geboren in Saarbrücken, ist ein Schaustellerkind. Er boxte selbst, ein Mittelhandbruch beendete seine sportliche Laufbahn. 1985 kaufte er den „Fight Club“, der sich vor allem in den Abendstunden zu einer Attraktion für viele Kirmesbesucher entwickelte. Von außen, bei der One-Man-Show von Charly Schultz, war der Ring nur bis kurz vor den Kämpfen zu sehen, dann versperrte ein Vorhang die Sicht. Drinnen saßen die maximal 400 Zuschauer so dicht am Ring, dass sie ihre Bierbecher auf dessen Rand abstellen konnten.
Der langjährige Betreiber war ein echtes Unikum. Legendär sind seine Auftritte auf den Stufen vor der Boxbude, wo er mit seinen ins Mikrofon gebrüllten Lockrufen selbst das Rattern der benachbarten Achterbahn übertönte.

Charly Schultz hat die Boxbude Fight-Club verkauft. Der neue Besitzer verzichtet in diesem Jahr auf eine Teilname an der Cranger Kirmes. Foto: © Stadtmarketing Herne GmbH, Ingo Thran.




