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„M3 Cranger Treff“ neu auf der Cranger Kirmes
„M3 Cranger Treff“ neu auf der Cranger Kirmes – ein Übergang wie unter guten Nachbarn
Ausschankbetrieb von Marius Morck nimmt den Platz von „Lichtes Gourmetgarten“ ein.
Timo Lichte: „Wir sind ein Team und haben eine gute Lösung gefunden“
Einer hört auf – ein anderer steigt ein! Und dies „überaus freundschaftlich, wie unter guten Nachbarn“, betonen Timo Lichte und Marius Morck. Beide stammen aus Familien, die seit Generationen nicht nur für die Schaustellerei in Herne und Wanne-Eickel, sondern auch weit darüber hinaus stehen. Die eine (Lichte) hauptsächlich mit frischem Fisch, die andere (Morck) hauptsächlich mit gebrannten Mandeln. Jetzt, zur Cranger Kirmes 2024, gibt Timo Lichte, dessen Familie mit drei Fischwagen auf dem am 1. August beginnenden Volksfest vertreten ist, seinen „Gourmetgarten“ auf. Den etwa 300 Quadratmeter großen Standplatz am Ausgang zur Heerstraße übernimmt Marius Morck mit seinem „M3 Cranger Treff“. Beide spielen gerne Doppelpass, denn, so Timo Lichte, auch Chef der Herner Schaustellervereinigung: „Wir sind ein Team. Gemeinsam haben wir überlegt, wie es an dem Standort weitergehen könnte, und wir haben eine gute Lösung für alle Beteiligten gefunden.“
Seit 2003 war der „Gourmetgarten“ eine beliebte Anlaufstelle auf der größten Kirmes in NRW. Timos Vater Wolfgang Lichte erhielt für das Jahr 2008 den ersten (!) Schausteller-Award „Bester auf Crange“ als Anerkennung für ein „mutiges und innovatives gastronomisches Konzept mit hohem Qualitätsanspruch“, so damals die Begründung der Jury. Jetzt, 21 Jahre nach der Neueröffnung, musste Timo Lichte umdenken, denn „Anfang 2024 hat uns leider unser Koch verlassen. Das nahmen wir innerhalb der Familie zum Anlass, das gesamte Konzept zu hinterfragen“.
Konzentration auf das Kerngeschäft
Die Entscheidung des Familienunternehmens Lichte, sich in Crange wie auf vielen anderen Plätzen in NRW ganz dem traditionellen Kerngeschäft mit Fischwagen zu widmen, fiel nicht leicht. Geholfen habe die Kooperation mit Marius Morck, denn für das leibliche Wohl im „M3 Cranger Treff“ sorgt Lichtes Fischwagen, der wie gewohnt direkt nebenan steht. Kibbeling, Backfisch, gebackene Knuspergarnelen und andere Leckereien können in dem reinen Ausschankbetrieb, der kein Essen anbieten wird, verzerrt werden.
Marius Morck stammt aus einer Schaustellerfamilie, deren Wurzeln fast ein Jahrhundert zurückreichen. Einst fuhr Urgroßvater Gustav Morck mit einem Pferdegespann umher und verkaufte Eis, Großvater Friedrich baute 1950 die Mandelbrennerei auf und war unter anderem langjähriger Chef der Herner Schaustellervereinigung. Vater Uwe Morck (71) betreibt seit über 35 Jahren auf der Cranger Kirmes den Ausschankbetrieb „Max & Moritz“, in den letzten Jahren gemeinsam mit Sohn Marius. Dieser führt zudem mit Ehefrau Vanessa in dritter Generation die Mandelbrennerei Morck, zeitgemäß inklusive eines Online-Handels.
„Zeitgemäß“ ist für den 32-jährigen studierten Betriebswirt auch das Stichwort für seine neue Aufgabe auf dem Cranger Festplatz: „Wir bauen einen frischen, modernen Biergarten auf, der jeden Besucher ansprechen soll. Er ist teilweise überdacht, mit Tischen, Steh- und Sitzplätzen. Das normale Getränkeangebot ergänzen wir mit qualitativ hochwertigen Spirituosen, Cocktails, exzellenten Weinen von einem Winzer in Unterfranken und, wer möchte, bekommt auch Champagner.“
„M3“ steht für die 3. Morck-Generation
An allen elf Kirmestagen sorgen im „M3 Cranger Treff“, wo im Schichtdienst bis zu zwölf Mitarbeitende beschäftigt sein werden, DJs hinter ihrem Mischpult für Musik – „aber keine Ballermann-Lieder“, verspricht Marius Morck. Vielmehr soll die Musikfarbe tagsüber Familien ansprechen, in den Abendstunden wechselt sie in die leichte House-/Club-Schiene. Wer es exklusiv möchte, kann als Rückzugsort das VIP-Zelt im „M3 Cranger Treff“ buchen – Platz bietet es für bis zu 25 Personen.
Und der neue Name? Marius Morck lacht: „Da hat uns mein Vater inspiriert. M3 steht für die 3. Generation Morck“. Aufgebaut wird der „M3 Cranger Treff“ übrigens nicht nur zuerst in Crange, sondern auch „nur hier. Auf anderen Volksfesten wird es ihn nicht geben“. Vielleicht wird der Zusatz „M3“ irgendwann einmal geändert, denn seit neun Monaten ist Edda auf der Welt. Vater Marius: „Es wird für unsere Tochter das erste Jahr auf der Cranger Kirmes als angehende 4. Generation. Das ist auch für meine Frau und mich etwas Besonderes.“


Sie freuen sich auf eine gute Nachbarschaft auf der Cranger Kirmes 2024: Timo Lichte (oben) und Marius Morck.

Boxbude „Fight-Club“ legt Crange-Pause ein
Boxbude „Fight-Club“ legt Crange-Pause ein
„Ring frei für …“ wird es in diesem Jahr nicht auf der Cranger Kirmes heißen. Charly Schultz, seit über drei Jahrzehnten auf den Rummelplätzen der Republik unterwegs, hat seinen Betrieb „Fight Club“ verkauft. „Und der neue Besitzer hat uns leider mitgeteilt, dass er aus Krankheitsgründen in diesem Jahr nicht zu uns kommen kann. Im kommenden Jahr will er aber auf jeden Fall dabei sein“, so Kirmes-Platzmeister Tibo Zywietz.
Für die Architektur des größten Volksfestes in Nordrhein-Westfalen, das am 1. August 2024 eröffnet wird, hat dies keine Auswirkungen. „Auf den angestammten Platz der Boxbude kommt die ,Geisterstadt‘. Die Geisterbahn wird einfach ein paar Meter weiter links aufgebaut, Grenze ist der Fluchtweg in Richtung Kanal“, so Zywietz, der seit Dienstag, 10. Juli, seinen festen Arbeitsplatz auf den Rummelplatz verlegt hat, um die Aufbauarbeiten zu koordinieren.
Die dadurch in dieser Kanalreihe gewonnen Frontmeter belegt der Gastronomiebetrieb „Gastmahl des Meeres“, der seinen Beitrag vergrößern darf. Eine kleine Lücke von ca. acht Frontmetern wird bei der Restplatzvergabe geschlossen.
Lauter als das Rattern der Achterbahn
Charly Schulz, 1947 geboren in Saarbrücken, ist ein Schaustellerkind. Er boxte selbst, ein Mittelhandbruch beendete seine sportliche Laufbahn. 1985 kaufte er den „Fight Club“, der sich vor allem in den Abendstunden zu einer Attraktion für viele Kirmesbesucher entwickelte. Von außen, bei der One-Man-Show von Charly Schultz, war der Ring nur bis kurz vor den Kämpfen zu sehen, dann versperrte ein Vorhang die Sicht. Drinnen saßen die maximal 400 Zuschauer so dicht am Ring, dass sie ihre Bierbecher auf dessen Rand abstellen konnten.
Der langjährige Betreiber war ein echtes Unikum. Legendär sind seine Auftritte auf den Stufen vor der Boxbude, wo er mit seinen ins Mikrofon gebrüllten Lockrufen selbst das Rattern der benachbarten Achterbahn übertönte.

Charly Schultz hat die Boxbude Fight-Club verkauft. Der neue Besitzer verzichtet in diesem Jahr auf eine Teilname an der Cranger Kirmes. Foto: © Stadtmarketing Herne GmbH, Ingo Thran.
Cranger Kirmes ⚒ Grubenhelden
Cranger Kirmes ⚒ Grubenhelden
In diesem Jahr erblickt die erste Grubenhelden-Kollektion zur Cranger Kirmes das Licht der Welt. Einen Vorgeschmack darauf bekamen die Kirmesfans pünktlich zum Vorverkaufsstart der Crangepässe in Wanne-Mitte. Der Grubenhelden Fashion Truck hatte dort die ersten T-Shirts und Hoodies aus der Kollaboration mit dabei. Gemeinsam erzählen das kultige Modelabel und das größte Volksfest in NRW eine Episode Ruhrgebietsgeschichte.
Die Cranger Kirmes ist eine gewachsene Veranstaltung mit jahrhundertealter Tradition, auf deren Pflege großer Wert gelegt wird. Da ist es nur konsequent und richtig, dass das beliebte Maskottchen der Cranger Kirmes ein Grubenpferd ist. Schließlich verbindet Fritz die Bergbautradition Wanne-Eickels mit der Entstehung der Cranger Kirmes aus einem Pferdemarkt heraus. Der Name des Kirmesmaskottchens wurde übrigens in einem Wettbewerb gefunden. Für viele steht fest, dass es sich dabei nur um eine Anspielung auf die Zeche Unser Fritz handeln kann. Am Cranger Tor erinnert eine Statue des Kirmesmaskottchens das ganze Jahr über an die elf tollen Tage im August.
Die Kollektion bezieht sich übrigens direkt auf das aktuelle Kirmesplakat der Cranger Kirmes. Neugierig geworden? Mehr zur den einzelnen Teilen erfahrt Ihr bei Grubenhelden.
Film ab: Neue Klamotten für Crange. Die ersten Teile der Kollektion aus der neuen Kollaboration von Grubenhelden mit der Cranger Kirmes.

Foto-Shooting zur neuen Kollektion: Mit Bergmann an der Fritz-Statue in unmittelbarer Nähe zum Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal.

Zum Beginn der Zusammenarbeit gibt es eigens Lebkuchenherzen – ein Verweis auf das diesjährige Plakatmotiv.

Eines von vielen schönen Details: Das allseits bekannte Windrad der Cranger Kirmes.

Der diesjährige Kirmesslogan: Größer als Du denkst!
Fotos: © Grubenhelden





