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Treff im Zelt versprüht Lokalkolorit pur

Treff im Zelt versprüht Lokalkolorit pur

Sieger und Platzierte im Festumzug, im Kirmes-Cup und die Show-Acts kommen alle aus Herne und Wanne-Eickel. Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda: „Die ersten Kirmestage und der Festumzugzeigten, wie viel Kreativität in dieser Stadt steckt“

 

Lokalkolorit pur herrschte am Montagabend in der Cranger Festhalle. Beim „Treff im Zelt“ sorgten ausschließlich Hernerinnen und Herner für die Höhepunkte. Ganz vorne die, die ehrenamtlich anderen helfen oder in Vereinen und Verbänden aktiv sind. Sie waren die Hauptperson. Prämiert wurden viele von ihnen „stellvertretend für alle Super-Ehrenamtler in dieser Stadt“, wie es Moderator Peter Gr0ßmann sagte. Dazu gesellten sich die Sieger des Cranger Kirmes-Cups – ebenfalls nur Herner und Wanne-Eickeler Fußballvereine – und alle drei Show-Acts, natürlich auch aus Herne. Fehlen durfte da nicht der Herner Oberbürgermeister. Dr. Frank Dudda lobte: „Wie viel Kreativität in dieser Stadt steckt, zeigten die ersten vier Kirmestage und vor allem der Festumzug. Es wurden tolle Bilder geschaffen, die weit über die Grenzen unserer Stadt für Aufmerksamkeit sorgten.“

 

Show-Act zwischen den Tischreihen

Diese Bilder locken, so Frank Dudda, viele Gäste auch von weiter weg an. Einer davon war am Montagabend Carsten Staub, Bürgermeister von Hernes Partnerstadt Eisleben. Es sah nach dem ersten Show-Act der Prinzengarde der 1. Herner Karnevalsgesellschaft, die ihre Showtänze auf Tischen und zwischen den Bankreihen vorführte, wie sein Herner Amtskollege von Schornsteinfegern, Wassernixen und Kirmesrittern eingerahmt wurde. Denn die Abordnungen der Sieger und Platzierten kletterten in ihrem Umzugs-Ornat auf die Bühne und nahmen dort die Urkunden und Geldpreise vom Herner Oberbürgermeister entgegen. Beide Sieger erhielten je 500, die Zweitplatzierten je 350 und die Drittplatzierten je 200 Euro. Jurymitglied Marvin Boettcher: „Die Entscheidung fiel uns nicht leicht, da es so viele tolle Hingucker gab. Vielleicht lag es aber auch an unserem individuellen Wertungssystem: Einer führt eine Strich-, einer eine Punkteliste und der dritte Juror machte Kreuze!“

 

Sonderpreise für „besonders starkes soziales Engagement“

Hier die Sieger und Platzierten des Festumzuges der Cranger Kirmes 2025: Fußgruppen: 1. Schwimm-Verein Neptun Herne (Mott0: „Jeder Fisch ist anders …“); 2. Palliativ-Netzwerk Herne/Wanne-Eickel/Castrop-Rauxel (Motto „Das einzig wahre Leben ist jetzt! Alles andere ist …“); 3. Wanne-Eickeler Schornsteinfeger. Mottowagen: 1. Evangelische Krankenhausgemeinschaft Herne | Castrop-Rauxel (Motto: „Ein starkes Wir“); 2. „Wanner Mädels und Jungs“ (die OB Dudda ein „Jungs“-T-Shirt schenkten, das er den ganzen Abend trug); 3. Die „Cranger Kirmes Ritter“.

 

Erstmals in der Umzugs-Geschichte gab es zwei Sonderpreise für „besonders starkes soziales Engagement“. Die beiden Jury-Mitglieder Marvin Boettcher (Theaterdirektor Mondpalast von Wanne-Eickel) und Dr. Dirk Drenk (Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Herne) hatten sich dies am Samstag bei der Jurysitzung spontan einfallen lassen – jeder spendete 150 Euro. Empfänger waren das HOT-Jüngerbistro in Wanne-Mitte, eine Einrichtung der Evangelischen Jugend in Herne, die 50 Menschen mit Behinderungen, die in Herner und Wanne-Eickeler Wohngemeinschaften der Stiftung Wittekindshof leben, eine Teilnahme am Umzug ermöglicht hatten, sowie das Unternehmen Müntefering Industrie- und Städtereinigungs GmbH. Susanne Müntefering-Herrmann und ihr Mann Stefan sowie von David Linnkamp (Steuerberatungsgesellschaft LCB) hatten nicht nur eine alte Kirmes-Bimmelbahn restauriert, sondern auch gleichzeitig Freifahrten auf ihr organisiert.  Dadurch nahmen 30 Menschen mit Handicap der „Teestube für Menschen mit Beeinträchtigungen“ in der Gemeinde Hl. Familie in Holsterhausen ebenfalls am Cranger Lindwurm teil.

 

Kirmes-Nachbarn gewinnen Kirmes-Cup

Danach wurde es sportlich: Zuerst präsentierte die Cheerleading-Gruppe „Claws“ des Baukauer TC ihr Können, anschließend wurden die Sieger im Cranger Kirmes-Cup ausgezeichnet. Hier standen die Nachbarn der Cranger Kirmes, die Fußballer des SV Wanne 11, erstmals ganz oben auf dem Treppchen und erhielten dafür Kirmesgeld in Höhe von 3.000 Euro. Platz zwei belegte der DSC Wanne-Eickel (1.000 Euro), Platz drei der BV Herne-Süd (750 Euro).

 

Auch der Abschluss gehörte den Herner Farben: „Kanal 499“, vor über zehn Jahren aus den Reihen der Herner Feuerwehr gegründet, rockte das Zelt mit Mitsing- und Mittanz-Liedern Und zwar so gut, dass nicht nur auf den Tischen und Bänken getanzt wurde, sondern der „Treff im Zelt“ einfach um eine halbe Stunde verlängert wurde. Kein Problem, man war ja zu Hause …

Im launigen Zwiegespräch: Hernes Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda und Moderator Peter Großmann, bekannt aus dem ARD-Morgenmagazin.

Sieger und Platzierte des Festumzuges bei den Mottowagen mit Dr. Frank Dudda, Peter Großmann, der Jury mit Dr. Dirk Drenk, Marvin Boettcher und Jochen Schübel sowie Kirmes-Maskottchen Fritz.

Sieger und Platzierten des Festumzuges bei den Fußgruppen mit Neptun, Meerjungfrau und Wassernixe.

Susanne Müntefering-Herrmann und Stefan Herrmann erhielten einen der beiden Sonderpreise – und spendeten das Geld gleich weiter an das Palliativ-Netzwerk.

Fotos: JournalistenBüro Herne GmbH/Daniel Djan

Cranger Kirmes lädt zum Familientag ein

Alle 51 Fahrgeschäfte und Gastronomiebetriebe bieten am 6. August Sonderpreise an

Cranger Kirmes lädt zum Familientag ein

Meteorologe sagt für Mittwoch perfektes Kirmeswetter voraus

Die Cranger Kirmes wird am Mittwoch, 6. August, zum kleinen Schnäppchen-Paradies für Familien: Von 13 Uhr bis Mitternacht bieten alle 51 Fahr- und Laufgeschäfte sowie sämtliche Imbiss- und Ausschankbetriebe auf dem größten Volksfest in NRW mindestens eine attraktive Vergünstigung an. Der Familientag macht den Besuch des traditionsreichen Volksfestes am Rhein-Herne-Kanal preisgünstiger.

 

Alle rund 480 Schausteller haben sich vertraglich verpflichtet, zum Familientag mindestens ein Angebot preiswerter als an den anderen zehn Kirmestagen anzubieten. Die jeweiligen Familientag-Schnäppchen werden durch extra angefertigte und gut erkennbare Hinweisschilder an den Fahrgeschäften, Ausschankbetrieben und Losbuden kenntlich gemacht.Am Souvenirstand direkt am Cranger Tor gibt es zum Beispiel den neuen Plüsch-Fritz für acht Euro und damit zwei Euro preiswerter als an allen anderen Kirmestagen. Auch der „echte“ Fritz darf auf dem Familientag nicht fehlen. Das Kirmesmaskottchen steht ab ca. 14.30 Uhr am Cranger Tor für Fotos zur Verfügung.

 

Kirmes-Meteorologe Bernhard Mühr sorgt zusätzlich für gute Stimmung: Er kündigt für Mittwoch einen komplett regenfreien Kirmestag mit angenehmen Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad an – ideales Wetter für einen entspannten Familienausflug an den Rhein-Herne-Kanal.

 

Wichtiger Hinweis: Die Crangetaler der Schlemmer- und Fahrpässe können am Familientag nicht als Zahlungsmittel genutzt werden.

Die Familienkirmes Crange lockt am „Familientag“ (6. August) mit reduzierten Preisen.

Foto: Stadtmarketing Herne GmbH, Isabel Diekmann

Der neue Plüsch-Fritz ist da.

„Die Million machen wir heute locker voll!“

Veranstalter und Sicherheitskräfte ziehen eine erste Bilanz nach drei Kirmestagen:

„Die Million machen wir heute locker voll!“

„Insbesondere die Veranstaltungen in den Zelten liefen am Donnerstag sehr gut. Beim Festumzug am Samstag waren die Leute trotz des Wetters so ausgelassen wie sonst auch, und das Publikum hat es ihnen gedankt“, sagte Kirmesdezernent Dr. Frank Burbulla am Sonntagmittag. Vom ersten Kirmestag am Donnerstag, 31. Juli, bis Sonntagabend, 3. August, rechnet die Stadt Herne als Veranstalterin mit weit mehr als einer Million Besuchern auf dem ca. elf Hektar großen Kirmesplatz am Rhein-Herne-Kanal. Am Donnerstag ließen sich 150.000 Besucher nicht vom regnerischen Wetter abhalten, am Freitag und Samstag strömten zusammen ca. 725.000 Menschen nach Crange – am heutigen Sonntag war der Platz bereits zur Mittagzeit sehr gut gefüllt bei königsblauem Himmel.

 

„Wenn ein Vizekanzler die Cranger Kirmes besucht, ist das eine besondere Ehre und Auszeichnung“, freute sich Dr. Burbulla über eine gelungene Eröffnungsfeier, die in Erinnerung bleiben werde. Maite Kelly habe die Hochstimmung im Zelt gekonnt aufgenommen und sich herzlich gezeigt, „ein Weltstar, der etwas zurückgibt“. Das Verkehrskonzept habe trotz Großbaustellen funktioniert, vielleicht sei dies auch dem Wetter geschuldet. „Die neuen Bodenmarkierungen finden ein positives Echo und werden fleißig in den Sozialen Medien verbreitet“, so Dr. Burbulla.

 

Die Attraktionen der Cranger Kirmes

„Leidenschaft gegen Regen“, so schilderte Tibo Zywietz, stellvertretender Fachbereichsleiter Öffentliche Ordnung, die ungebrochene Kirmesbegeisterung auf Crange. Die Menschen ließen sich die Laune angesichts von Regenschauern nicht verderben. Ein gelungenes Comeback attestierte er dem Karaoke Biergarten, der nach drei Jahren Pause am neuen zentralen Standort auf dem Platz „immer ein volles Zelt hat“. „Auch die Neuheiten wurden sehr gut angenommen, etwa der BayernTower oder die Geisterbahn Fahrt zur Hölle 2.0“, so Zywietz, der im Blick auf die Fahrgeschäfte einen ganzen Bereich hervorhebt: „Das Angebot an Kinderfahrgeschäften, sechzehn an der Zahl, sucht deutschlandweit seinesgleichen. Darunter auch die beliebte Kinderachterbahn Willy der Wurm.“ Diese wurde vergangenen Mittwoch mit dem Schausteller-Award „Bester auf Crange“ ausgezeichnet und laufe sehr gut. Erfreulich ist auch die abschließende Bewerbungszahl von 1.430 nach Abschluss der Restplatzvergabe. 472 Betriebe durften sich in diesem Jahr über eine Zulassung für Crange freuen.

 

So lief es bei den Sicherheitskräften

Beim Festumzug der Cranger Kirmes am Samstag (2.8.) habe es nicht einen polizeilichen Vorfall gegeben. „Ein großes Lob an die Bevölkerung“ sprach der Erste Polizeihauptkommissar Andreas Derks aus, Polizeiführer der Cranger Kirmes und außerhalb der Kirmeszeit Leiter der Polizeiwache Wanne-Eickel. „Es lief zu 100 Prozent nach Plan, um 13.45 Uhr wurde der Zug aufgelöst“, berichtete Derks weiter. Bei den Fallzahlen auf dem Platz zählte die Polizei Körperverletzungen im niedrigen zweistelligen Bereich. Es sei nicht ungewöhnlich, dass es hier und da zu Konflikten komme, angesichts der Besucherzahl sei es eine vergleichsweise geringe Zahl – eine positive Bilanz. „Wir haben widerständige Übergriffe im niedrigen einstelligen Bereich, die nicht stationär behandelt werden mussten“, so Derks, der eine sehr gut beherrschbaren Lage schilderte. Die meisten Täter seien bereits identifiziert.

 

Aus Sicht der Feuerwehr verlief der Start der Cranger Kirmes sehr gut. „Wir sind sehr, sehr positiv“, berichtet der Teamleiter Einsatzplanung Benjamin Grunau von der Berufsfeuerwehr Herne. Das Zusammenspiel mit dem DRK gestalte sich durch neu angeschaffte Pager noch reibungsloser. In der Bilanz stehen acht Rettungsdiensteinsätze auf dem Platz, zwei Kleinstversorgungen vor Ort und keine Einsätze für die Feuerwehr. „Zollt den Rettungskräften Respekt, wir sind für Eure Sicherheit auf dem Platz“, appellierte Grunau im Hinblick auf einen Vorfall im Bayernzelt am Samstag gegen Mitternacht. Eine Einsatzkraft des DRK sei zwischen zwei Besuchergruppen geraten und habe sich beim Sturz zu Boden leichte Verletzungen zugezogen. Die Lage wurde sehr schnell aufgelöst. „Diesem Helfer geht’s gut, er ist heute wieder im Einsatz, wir lassen uns nicht unterkriegen“, berichtete Benedikt Harting, Einsatzleiter DRK, und betonte den ehrenamtlichen Einsatz des DRK.

 

„Die Witterungsverhältnisse führten zu niedrigen Einsatzzahlen, darunter einige Kleinstversorgungen, erfreulicherweise keine Wespenstiche und vor allem keine vermissten Kinder“, so Harting. Damit das so bleibt, empfiehlt er Armbänder, die mit einer Telefonnummer beschriftet werden, und die im Falle eines Falles die Zusammenführung erleichtern – erhältlich sind diese beim DRK und am Souvenir- und Infostand am Cranger Tor. Insgesamt sei das DRK mit dem bisherigen Verlauf der Kirmes zufrieden.

 

Crange aus Sicht der Schausteller

„Feuerwerk ist ein tiefes Stück Kirmestradition“, beteuert Albert Ritter, Präsident Deutscher Schaustellerbund e. V., die Attraktivität von Feuerwerken, wenn es darum ginge, Menschen auf den Platz zu locken. Das etwa fünfzehnminütige Eröffnungsfeuerwerk wurde planmäßig am Freitag ab 22.30 Uhr von der gegenüberliegenden Kanalseite gezündet. Das Wetter drückte die sonst positive Stimmung ein wenig. „Die Wetterlage hat uns leider ein wenig in die Kassen hineingeregnet.“ Ritters Dank ging an die „Blaulichtfraktion“, dabei stellte er die gute Zusammenarbeit heraus, damit alles sicher und friedlich über die Bühne gehe.

„Jetzt haben wir endlich einen königsblauen Himmel“ freute sich Timo Lichte, Präsident der Schaustellervereinigung Herne, über die günstige Wettervorhersage für den Kirmessonntag und die kommenden Tage. „Ein herzliches Dankeschön allen Reinemachfrauen, ohne Toiletten wäre eine Kirmes nicht durchzuführen“, so Lichte, der damit Respekt für alle Menschen hinter den Kulissen einforderte.

„Das Wetter lässt sich nicht wegdiskutieren, dafür merken wir den lokalen Zusammenhalt und den Stolz der Menschen auf ihre Kirmes“, so Oskar Steinmeister, der Steinmeister’s Bierpavillon betreibt. „Crange ist Liebe“ sei für ihn immer noch das schönste Motto, das er sich vorstellen könne.

Friedlich und voller Lebensfreude: Die Cranger Kirmes 2025 wurde nach ihrer Eröffnung am 31. Juli bereits von über einer Million Gäste besucht. Das größte Volksfest in NRW, direkt am Rhein-Herne-Kanal, dauert noch bis Sonntag, 10. August.

Sie gehören zu den bisherigen Gewinnern auf dem Festplatz:  Panagiotis „Panos“ Panagiotidis sowie Johann „Schengel“ Meyer (li.) vor ihrem Karaoke Biergarten.

Ab Einbruch der Dämmerung lockt die Cranger Kirmes mit bunten Lichtern, die weithin sichtbar sind.

Fotos: Isabel Diekmann/Markus Reddig, Stadtmarketing Herne GmbH